Freies Wort vom 10. August 2001

Wer bekommt Suhl.de? Rechtsstreit dauert an

Noch keine Reaktion der Stadt auf Angebot des Herrn Suhl

Von unserer Mitarbeiterin
Claudia Walther

Suhl/Lübeck. Im Streit zwischen der Stadt Suhl und de Familie Suhl aus Lübeck ist noch keine Lösung in Sicht.

Bislang hat die Stadtverwaltung noch nicht auf einen Brief des Herrn Suhl reagiert. Darin lehnt er das Angebot der Stadt ab, die ihm für die Freigabe der Domain Suhl.de eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 2000 Mark angeboten hatte. Zudem unterbreitet er seinerseits der Stadt Suhl ein Angebot (Freies Wort berichtete). "Grundsätzlich möchte ich die Domain behalten", so Herr Suhl gegenüber Freies Wort. Wenn die Stadt Suhl jedoch mit allen Mitteln versuche, sie zu bekommen, lasse er mit sich reden. Daher das Angebot an die Stadtverwaltung. Über die genaue Höhe der Summe, die diese für den Namen Suhl.de zahlen müsste, wollte sich Herr Suhl jedoch nicht äußern. Man orientiere sich am Streitwert, der zwischen fünfzig- und hunderttausend Mark liege. Dieser rechtfertige sich durch die hohen Besucherzahlen seiner Homepage von etwa 5000 pro Monat. Ein Gutachten, welches das bestätigt, liege bereits vor.

Stadtverwaltung hält sich zurück

Die Stadtverwaltung Suhl wollte sich zum gegenwärtigen Stand der Dinge nicht äußern. "Die Stadt Suhl wird den Rechtsstreit nicht in der Öffentlichkeit austragen", sagte Pressesprecher Holger Uske. Herr Suhl aus Lübeck betonte, es sei nie seine Absicht gewesen, die Stadt Suhl auszubeuten. Er wusste, dass diese die Domain Suhl.de schon einmal besetzt hatte. Als sie wieder frei war, sei er deshalb davon ausgegangen, die Stadtverwaltung hätte kein Interesse mehr.

Homepage bringt nun auch Ärger

Mittlerweile arte die ganze Sache für ihn in Stress aus, erzählt Herr Suhl. Er bekomme unzählige E?Mails, die zum Teil gar nicht an ihn, sondern an die Stadtverwaltung Suhl gerichtet sind. Sogar Viren habe man ihm geschickt.
"Hätte sich die Stadt Suhl nicht von Anfang an so arrogant und knallhart uns gegenüber verhalten, wäre die Sache vielleicht ganz anders gelaufen", spekuliert der Lübecker. Er habe ein Eigenheim und eine eigene kleine Firma und es somit überhaupt nicht nötig, sich kaufen zu lassen.

 

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